Impressionen von der Yoga Studies Summer School Krakau 2017

Die Yoga Studies Summerschool 2017 (YSSS), die in Krakau von der "The Jagiellonian University Institute for the Study of Religions" vom 21.07.2017 bis zum 05.08.2017 stattfand war für mich eine unvergessliche Zeit.

Fast fünfzig Studenten, Yogalehrer etc. aus aller Welt nahmen an der Summerschool teil. In der Tat waren viele Yoga-Interessierte und Yogis verschiedener Nationen vertreten: Polen, Belgien, Frankreich, Deutschland, Finnland, Tschechien, Ukraine, England, Italien, Hawai, USA und vielleicht noch ein paar mehr. Ich habe tolle Kontake knüpfen können und viel gelernt.

Zum Programm gehörten:

Michel Angot (EHESS, Paris): Analyzing the Yoga Sūtra with Ancient Tools and Experiencing it Through Recitation

 

Erleuchtung schon nach 6 Monaten intensiver Yoga-Praxis?

Beim vorbereiten meiner Masterthesis bin ich auf eine spannende Stelle im Mahābhārata gestoßen, dem großen indischen Nationalepos. Es handelt sich um Buch 12, Kapitel 240. Hier heißt es unter anderem, dass bereits sechs Monate intensiver Yogapraxis zur Erleuchtung führen können. Das ist ziemlich kurz wie ich finde und besonders spannend. Daher möchte ich diese Textstelle mit euch teilen. Ich dachte hierfür bräuchte man vllt. Jahrzehnte.

Kapitel 240 - Über die Yoga Praxis

 

Ashtanga Yoga Session auf der SonntagsmuffelSonnenSpaß - DayTimeParty auf dem Alternativen Frühling Heidelberg

Es war ein wundervoller Tag in der Halle02 auf der SonntagsmuffelSonnenSpaß - DayTimeParty am 21.05.2017. Die Sonne schien und viele gut gelaunte schöne bunte Menschen waren da. DayTimeParties sind zukunftsträchtig. Warum um 22.00 Uhr anfangen zu feiern, wenn man schon um 12.00 Uhr Mittags angfangen kann? Und das auch noch drogenfrei, vegan und mit einem tollen Workshop-Programm.  Wir durften uns an Ashtanga Yoga, einer Cacaozeremonie mit Gesang und Jamsession, Lach-Yoga, Contact-Improvisations-Tanz, MassageWorkshops und einem Open Space mit Spielen, Jonglage etc. erfreuen.

Ich hatte die große Ehre den Tag mit einer modifizierten, nicht-allzu-anstrengenden Ashtanga Yoga Session zu eröffnen. Vielen Dank für die Einladung an die ganze PYURE-Crew!

Heidelbergs Yogi*ni*s begeistern sich für Meditation und Neurowissenschaft - Vortrag von Prof. Marjorie Woollacott

Heidelberg. Am Samstag den 11. März 2017 durfte Yogi*ni*s, Meditierende und Interessierte dem spannenden Vortrag zum Thema Neurowissenschaft, Meditation und Bewusstsein von Prof. Marjorie Woollacott lauschen. Das Patanjala Yoga Institute Heidelberg organisierte mit freundlicher Unterstützung vom Yogazentrum Heidelberg dieses Event.

Prof. Marjorie Woollacott, die seit mehr als 30 Jahren einen Lehrstuhl für Neurowissenschaft an der Universität von Oregon hält und selbst Yogini und Meditierende ist, zeigte in Ihrem Vortrag, dass es sehr wahrscheinlich ist, davon ausgehen zu können, dass das Bewusstsein jenseits des menschlichen Geistes funktioniert, wie es in vielen alten Sanskrit-Yogatexten vorhergesagt wird.

Wir freuen uns sehr, dass wir Marjorie kennenlernen durften. Eine wahnsinnig scharfsinnige Power-Frau mit einer unglaublichen Bühnenpräsenz. Vielen Dank für alles was wir lernen durften.

Wurde Yoga bereits vor 5000 Jahren in der Industalzivilisation praktiziert? Sitzt Protoshiva in Mūlabandhāsana?

Wurde Yoga, so wie wir ihn kennen, bereits vor ca. 5000 Jahren in der Indus-Kultur praktiziert? Dieser Frage widmet sich der folgende Blogartikel.Die Industalkultur gilt als eine der wohl bedeutsamsten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts für Wissenschaft und Weltöffentlichkeit, denn seit 1924 zählt sie, neben Mesopotamien und Ägypten, zu den drei großen Wiegen der menschlichen Zivilisation. Die Industalkultur entwickelte sich entlang des Indus im Nordwesten des indischen Subkontinents und erstreckte sich über fast das gesamte heutige Pakistan, sowie Teile Indiens und Afghanistans. Von dem Augenblick der Entdeckung des ersten Fundorts namens Harappa durch Charles Masson, Ende des 19. Jahrhunderts, wurden bis heute mehr als 1500 verschiedene Fundorte im heutigen Pakistan, Indien und Afghanistan entdeckt, von denen bisher allerdings nur ein geringer Prozentsatz durch Ausgrabungen freigelegt wurde (Osada 2006: 9).

Die Geschichte der Yoga Tradition - Eine Skizze von der Vergangenheit bis zur Gegenwart

Die genauen historischen Wurzeln des Yoga sind nicht wirklich bekannt, zumal es selbst in den frühesten historischen Aufzeichnungen ein recht verschiedenartiges Feld von Theorien und Praktiken gegeben hat. Gerald James Larson, einer der führenden Experten über Sāṁkhya-Yoga Philosophie, drückt es so aus:

“Yoga is as old or older than recorded history, its origins for the most part are lost in the antiquity old Central, Western, and South Asia” (2000:xiii).

Daher ist vor allem für die Frühzeit der Yogageschichte nur eine ungefähre Chronologie möglich, die letztlich auch nur eine hermeneutische Annährung sein kann und oft auf Schätzungen von Indologen und Historikern beruht. Außerdem sind Datierungen von Sanskrittexten so stabil wie Kartenhäuser und die Zeitangaben schwanken von Wissenschaftler zu Wissenschaftler um einige Jahrhunderte.

The Neuroscience of Patañjalis Stages of Meditational Absorption – Scratching the Biology of Mystical Experience

The sage Patañjali in 200 B.C. described the experiences of deep meditational trance in terms  of  Sāṁkhya-Metaphysics¹ and collective  observations  that  have  been  emerging from at least several centuries of rich yoga traditions on Indian ground. Through his Yoga Sūtras he   provided a detailed and scientific analysis of reactive patterns of psychological and spiritual events on the experiential level of the yoga practice.  Today, we can read these writings in relation to what scientific researches have recently discovered. In this article, we will address one research in particular.